FF Hochburg zur Ăbersicht
Ein auf schneeglatter Fahrbahn verunfallter LKW erforderte am Donnerstag, den 29.JÀnner ein hohes Maà an Zusammenarbeit aller beteiligten KrÀfte unter winterlichen und technisch anspruchsvollen Bedingungen.
Die FF Hochburg wurde frĂŒhmorgens um 05:33 Uhr gemeinsam mit der FF Ach an der Salzach zum Einsatz âLKW-Bergung â LKW-Ăberschlagâ alarmiert.
Ein mit Holz-Dreischichtplatten beladener LKW war auf der L501 auf schneeglatter Fahrbahn zuvor ins Schleudern geraten und seitlich mit der Fahrerseite gegen einen Baum geprallt. Das Fahrerhaus löste sich infolge des Aufpralls von der Zugmaschine und hing nach vorne geneigt in einer Höhe von bis zu zwei Metern ĂŒber der Fahrbahn. Der Sattelauflieger kippte im hinteren Bereich um, blieb jedoch mit der Zugmaschine verbunden und blockierte beide Fahrbahnen vollstĂ€ndig. Beim Unfall riss der Dieseltank vollstĂ€ndig ab, sodass der gesamte Kraftstoff auslief.
Von den beiden Feuerwehren wurde die Einsatzstelle abgesichert und die L501 an den Kreuzungen "Radegunder Strasse", "Auracher" und "WeiĂes Kreuz" gesperrt. Die Einsatzstelle wurde ausgeleuchtet und der Gefahrenbereich um das absturzgefĂ€hrdete Fahrerhaus wurde abgesperrt.
Da eine Bergung mit Feuerwehrmitteln nicht möglich war, wurde nach Abstimmung mit der Polizeiinspektion Hochburg-Ach ein spezialisiertes Bergeunternehmen angefordert.
Zur Entladung der Ladung kamen zwei Teleskoplader örtlicher Landwirte zum Einsatz, zudem stellte die Spedition einen Ersatz-LKW zur VerfĂŒgung.
Nach der Absicherung der Einsatzstelle begannen die EinsatzkrÀfte mit den Vorbereitungen zur Bergung. Aufgrund der starken Verwindung des Aufliegers war es erforderlich, die Dachplane aufzuschneiden und die Aluminium-Verstrebungen mithilfe einer SÀbelsÀge zu durchtrennen.
Nach den aufwendigen Vorarbeiten wurde mit der schrittweisen Entladung und Umladung auf den Ersatz-LKW begonnen, was viel Sorgfalt erforderte. Die seitlich liegende, verschobene und teilweise stark geneigte Ladung stellte aufgrund ihres hohen Gewichts und ihrer groĂen Abmessungen besonders hohe Anforderungen und machte die Arbeiten anspruchsvoll und gefĂ€hrlich.
Nach dem Eintreffen des Bergeunternehmens wurden die weiteren BergungsmaĂnahmen gemeinsam abgestimmt. ZunĂ€chst richteten die EinsatzkrĂ€fte den AnhĂ€nger mithilfe des Bergefahrzeugs und der Einbauseilwinde des TLFA Ach weitgehend auf. AnschlieĂend konnte der LKW erst durch den gleichzeitigen Einsatz mehrerer Seilwinden des Bergefahrzeugs sowie der Seilwinde des LFA Hochburg langsam zurĂŒck auf die Fahrbahn gezogen werden.
Da der Dieseltank vollstÀndig ausgelaufen war, wurde durch die Polizeiinspektion Hochburg-Ach die Bezirkshauptmannschaft Braunau informiert, welche einen SachverstÀndigen des Landes Oberösterreich zur Einsatzstelle entsandte. In weiterer Folge musste kontaminiertes Erdreich ausgehoben werden, zudem waren mehrere BÀume von der Feuerwehr zu fÀllen. Zu diesem Zweck organisierte die Polizei ein entsprechendes Fachunternehmen, das mit einem Bagger sowie einem Lastwagen an der Einsatzstelle tÀtig wurde.
Neben BĂŒrgermeister Martin Zimmer war auch AFKDT Sommerauer an der Einsatzstelle, um sich ein Bild von der Lage zu machen.
Aufgrund der erheblichen BeschĂ€digungen gestalteten sich die AufrĂ€umungsarten als sehr aufwendig. Mehrere BĂ€ume mussten u.a. gefĂ€llt werden, um die Entsorgung des kontaminierten Erdreichs zu ermöglichen. Zudem rĂ€umte die Feuerwehr Wrackteile und Ăste von der Fahrbahn und beseitigte kleinere Ălflecken mit Bindemittel. Die Vorbereitung des Unfallfahrzeuges fĂŒr das Abschleppen dauerte etwa 2 Stunden, weil durch die starken BeschĂ€digungen sehr viele Sicherungsarbeiten und provisorische âReparaturenâ erforderlich waren, bei denen die FF Hochburg das Bergeunternehmen maĂgeblich unterstĂŒtzt hat.
Auch die StraĂenmeisterei Ostermiething unterstĂŒtze den Einsatz vor Ort und ĂŒbernahm insbesondere die Absicherungsarbeiten wĂ€hrend der Grabungsarbeiten und die letztendliche Reinigung der Einsatzstelle und der Fahrbahn.
Nach den erforderlichen AufrÀum- und Reinigungsarbeiten im Feuerwehrhaus konnte der Einsatz gegen 13:45 Uhr beendet werden.
Kaum war dieser Einsatz beendet, erfolgte bereits die nĂ€chste Alarmierung zu einem weiteren Einsatz aufgrund einer Ălspur.
Die vergangenen Tage waren fĂŒr die FF Hochburg besonders anspruchsvoll. Innerhalb kurzer Zeit rĂŒckten die EinsatzkrĂ€fte zu insgesamt fĂŒnf EinsĂ€tzen aus. Davon handelte es sich bei drei EinsĂ€tzen um VerkehrsunfĂ€lle, bei denen auch eine Person mit hydraulischen RettungsgerĂ€ten aus dem Fahrzeug gerettet werden musste.